Urheberrecht:Die Kinder von Marx und Macintosh

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Joan Baez

Billiger, mobiler und leichter zu bedienen als ein Klavier: die Gitarre. In diesem Fall gespielt von Joan Baez.

(Foto: AP)

Streit ums Urheberrecht: Ist die digitale Kultur die Fortsetzung der Popgeschichte oder ihr Ende?

Von Andrian Kreye

Der Protest der mehr als 1200 deutschen Popstars und Bands gegen die Urheberrechtsreform vergangene Woche ist eine gute Gelegenheit, sich an den Wutanfall des Schriftstellers und Rockstars Sven Regener zu erinnern. Er selbst tut das ja nicht so gerne. Aber die fünf Minuten, in denen er auf die Frage des Radioredakteurs der BR-Sendung "Zündfunk" nach Urheberrechten in Zeiten des Internets explodierte, bestimmen den Ton der Debatte eigentlich noch immer. "Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert", tobte er da. Es ging ihm um Geld, klar, aber auch um Respekt, Anstand, Kunst. Er drückte sich da nicht so gewählt aus, aber deutlich. Acht Jahre ist das nun her. Viel hat sich nicht verändert, auch wenn es nun eine EU-Richtlinie für Reformen der Urheberechte gibt, die die Mitgliedstaaten bis Anfang Juni umsetzen müssen.

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