Polarisierung„Adorno hätten Sie problemlos als ‚Querdenker‘ ansprechen können“

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„Die verunsicherte Gesellschaft arbeitet sich in ein Schema aus ‚Wir und Ihr‘, ‚Gut und Böse‘, ‚Schwarz und Weiß‘ hinein“: Ralf Konersmann.
„Die verunsicherte Gesellschaft arbeitet sich in ein Schema aus ‚Wir und Ihr‘, ‚Gut und Böse‘, ‚Schwarz und Weiß‘ hinein“: Ralf Konersmann. (Foto: Paula Markert)

Der Philosoph Ralf Konersmann findet, unserer Gesellschaft ist ein guter Umgang mit Außenseitern abhandengekommen. Er wünscht sich mehr echte Vielfalt und Verrücktheit.

Interview von Max Florian Kühlem

In seinem im S.-Fischer-Verlag erschienenen Essay „Außenseiter“ setzt sich Ralf Konersmann, der auch emeritierter Lehrstuhlinhaber an der Universität Kiel ist, mit historischen Außenseitern wie Sokrates oder Rousseau auseinander und zieht eine Linie bis zum heute in Verruf geratenen Begriff „Querdenker“. Vor dem Interview verrät er, dass er sich als Philosoph selbstverständlich auch als Außenseiter sieht, als Teil der Gruppe von Menschen, die immer wieder versucht zu reflektieren: „Was machen wir da eigentlich? Was ist der Sinn dahinter, worauf will das alles hinaus?“

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SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

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