KlassikKein Bach mehr im Bau

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Berlins ungewöhnlichster Konzertort: die JVA Plötzensee.
Berlins ungewöhnlichster Konzertort: die JVA Plötzensee.
Paul Zinken

Das Portal „Musethica“ transportiert klassische Musik in die Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee. Eine großartige Unternehmung, der der Berliner Senat gerade die finanzielle Unterstützung gestrichen hat.

Von Wolfgang Schreiber

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Der verblüffendste Konzertort für Klassikmusik dürfte im Norden Berlins liegen – in der Jugendstrafanstalt Plötzensee. Nicht weit entfernt davon der schaurige Platz der Hinrichtungen in Nazi-Deutschland bis 1945 – „Plötzensee“ ist heute Mahn- und Gedenkstätte. In der Nähe entstand 1987 die Jugendstrafanstalt Berlin, ein Gebäudekomplex aus Backsteinhäusern mit großer Parkanlage. „Unser Erziehungsangebot“, heißt es in einer offiziellen Erklärung, „eröffnet den jungen Menschen die Chance, in Zukunft ein straf- und drogenfreies Leben zu führen.“ Für die 14- bis 24-jährigen männlichen Gefangenen dort soll „jeder einzelne Tag des Aufenthalts erzieherisch sinnvoll sein“. Mit breitem „Ausbildungsangebot“ bis hin zu „pädagogischen Maßnahmen“. Die Organisation der Anstalt wird als „einfach und klar“ bezeichnet. Gleichwohl anspruchsvoll ist das musikalische Angebot, das das soziale Kulturportal namens „Musethica“ den jugendlichen Strafgefangenen dort widmet.

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