Theater„Was für einen Juden hätten Sie denn gerne?“

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Samuel Finzi (hinten) und Edmund Telgenkämper in „Play Auerbach!“ an den Münchner Kammerspielen.
Samuel Finzi (hinten) und Edmund Telgenkämper in „Play Auerbach!“ an den Münchner Kammerspielen. (Foto: Julian Baumann)

Die Münchner Kammerspiele widmen sich in einer Revue dem jüdischen Überleben in Deutschland. „Play Auerbach!“ ist ein Wurf – lustig, schräg und bitter.

Von Christine Dössel

Das hätte man sich kaum ausmalen können, dass auf der Bühne der Münchner Kammerspiele wieder einmal jemand „Heil Hitler“ sagen oder Judenwitze machen würde. Oder dass ein Schauspieler einen orthodoxen Juden mit Lametta-Schläfenlocken karikiert, oder im Krakenkostüm. Das Stück „Play Auerbach!“ von Avishai Milstein schreckt in dieser Hinsicht vor nichts zurück. Nicht einmal Moses oder die heilige Hannah Arendt sind darin vor Verspottung sicher.

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