Plattenkabinett:Enrique Iglesias - Sex and Love

Lesezeit: 4 min

Das ist eine Kapitulation: Eigentlich sollte hier etwas stehen über Enrique Iglesias. Und sein neues Album "Love and Sex". Darüber, dass es im Jahr 2014 einigen Mut braucht, einem Album so einen Titel zu geben. Der so banal ist. Aber es nicht sein muss.

Darüber, dass sich alle verdammten Kugelschreiber dieser Welt mit Klugem über diesen beiden Themen leer schreiben ließen. Darüber, dass wir hier im Plattenkabinett auch den Anspruch haben, dem Mainstream Platz zu bieten, darüber, dass im Pop das Interessante oft an der Oberfläche versteckt ist, dass man sich die gerade erfolgreiche Popmusik anhören muss, um etwas zu lernen über die Zeit, in der wir leben.

Ich habe es versucht. Wirklich. Aber über diese Platte lässt sich einfach nichts sagen. Nicht einmal der Verriss aller Verrisse wäre ihr angemessen. Die Platte ist ein schwarzes Loch, in dem alle Gedanken verschwinden.

Hören Sie dich doch stattdessen lieber Ultraviolence von Lana del Rey an, von mir aus auch die wirkliche brutal schlechte neue Coldplay-Platte. Oder - und ja, das meine ich ernst: Farbenspiel von Helene Fischer. Alles, nur nicht Enrique Iglesias.

Wenn das Album eine Stadt wäre...lieber nicht.

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