Das Bürgerhaus Stollwerck im Kölner Severinsviertel, früher preußisches Proviantmagazin, heute Mehrzweckveranstaltungsort, bietet so einiges an diesem Abend. Unten wird eine Riesenparty gefeiert, in einem der oberen Stockwerke lädt der WDR zur Diskussion über die Olympiabewerbung Kölns. Dazwischen, im ersten Geschoss, lässt Pierre Littbarski, Fußballweltmeister von 1990, Kölner Idol aus Berlin, Vollblutentertainer, sich im Kimono von zwei aus dem Publikum rekrutierten Damen über die Bühne ziehen. Sie stellen eine Segnungszeremonie in einem japanischen Tempel nach. An ihrem Ende wird der in der J-League als „unzerstörbarer Deutscher“ apostrophierte Litti, dem vom vielen Im-Schneidersitz-Hocken die Beine taub geworden sind, unsanft von Frau und Schwiegermutter auf dem Boden deponiert.
TheaterHeimspiel mit Verlängerung
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Pierre Littbarski, Fußballweltmeister von 1990 und FC-Idol, führt in Köln unter dem Titel „Litti macht Theater“ sein Leben auf. Ein erfreulich bizarrer Auftritt zwischen Schülertheater und Dada-Performance.
Von Alexander Menden
