Philosophie Aufstieg und Fall eines Metaphysikers

Wie kam Martin Heidegger zum Nationalsozialismus? Nur aus seiner existenziellen Suche nach der "Wahrheit des Seins" lassen sich seine erschreckenden Irrtümer und Ressentiments erklären.

Von Manfred Geier

Kein anderes politisches Engagement eines Philosophen ist historisch so genau untersucht und kontrovers diskutiert worden wie Martin Heideggers Sympathie mit dem Nationalsozialismus, vor allem im Jahr seines Rektorats an der Freiburger Universität, von April 1933 bis April 1934. In den letzten Jahren kam ein weiteres Problem erschwerend hinzu: War Heidegger Parteigänger des Antisemitismus?

Einige kurze Überlegungen in seinen "Schwarzen Heften", die als Bände 94 bis 96 in der Gesamtausgabe seiner Werke vor einem Jahr veröffentlicht wurden, schienen darauf hinzuweisen. Besonders ...