DebatteDas verzerrt die Forschung

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Philipp Hübl, geboren 1975, ist ein deutscher Philosoph und Autor und hat an an der Universität Stuttgart gelehrt.
Philipp Hübl, geboren 1975, ist ein deutscher Philosoph und Autor und hat an an der Universität Stuttgart gelehrt.
Daniel Hofer

Die Genderdebatten sind nur das sichtbarste Symptom: Viele Geistes- und Sozialwissenschaftler lehnen Ungleichheit moralisch ab. Das mag gut gemeint sein – doch diese Art von Selbstdarstellung gefährdet die Wissenschaft.

Gastbeitrag von Philipp Hübl

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In den Feuilletons wurde zuletzt hitzig darüber diskutiert, ob die Soziologie zu links sei. Währenddessen trat an der Universität Cambridge der als Musterbeispiel für Diversität gefeierte Bildungsforscher Jason Arday als Professor zurück, nachdem seine Forschungsarbeiten als Plagiate und sein Lebenslauf als Lügengeschichte entlarvt worden waren. Kurze Zeit später war er tot. Und vor einigen Jahren stellten sich an der ETH Zürich mehr als 80 Professorinnen in einem offenen Brief gegen die Soziologinnen Katja Rost und Margit Osterloh, nachdem diese nachgewiesen hatten, dass nicht Diskriminierung, sondern persönliche Präferenzen erklären, warum so wenige Frauen dort einen Lehrstuhl haben.

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Wissenschaft
:Gibt es noch Wahrheit jenseits von rechts und links?

Die deutsche Soziologie debattiert gerade hart mit sich selbst, ob sie einen Linksdrall hat. Der Riss geht aber viel tiefer – wie der Fall und schließlich der Tod des britischen Starsoziologen Jason Arday zeigt.

SZ PlusEssay von Jens-Christian Rabe

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