Unter den Zeitdiagnostikern ist der Philosoph Peter Sloterdijk traditionell der realistisch kühle Psychopolitiker. In seinem neuen Buch „Der Fürst und seine Erben – Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute“ (Suhrkamp) stellt er mit Niccolò Machiavelli die „Fürstenfrage“. Nicht aber als Berater der Herrscher, sondern als Analytiker der Beherrschten. Seine Beobachtung: Wir Bürger der (liberal-)demokratischen Welt sind angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen auf fatale Art unversöhnt mit unserem Bedürfnis nach Macht und mächtigen Herrschern.
Interview mit Peter Sloterdijk„Größe, nach der man strebt, ist immer ein Missverständnis“
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Was die gegenwärtige Weltlage mit Platon und dem „Du darfst“-Zwiebelhackbraten zu tun hat: Ein Gespräch mit dem Philosophen Peter Sloterdijk, das zu einem erstaunlich hoffnungsvollen Bekenntnis führt.
Interview von Jens-Christian Rabe
