Jazzgeschichte:Blick zurück auf den Zorn

Jazzgeschichte: Angel Bat Dawid bei der Aufführung ihres "Requiem for Jazz" beim Hyde Park Jazz Festival in Chicago, 2022, Pressefoto ohne Honorar

Angel Bat Dawid bei der Aufführung ihres "Requiem for Jazz" beim Hyde Park Jazz Festival in Chicago, 2022, Pressefoto ohne Honorar

(Foto: Mark Monaghan)

Peter Kempers "The Sound of Rebellion" erzählt die politische Geschichte des Jazz.

Von Andrian Kreye

Im Jahr 1965 nannte der Saxofonist Archie Shepp sein neues Album "Fire Music". Auf der Platte gab es Stücke über die Sklaverei, den Bürgerrechtskämpfer Malcolm X und über Luis Buñuels sozialkritisches Kino. Der Titel war Programm und geistert seither als inoffizielles Genre-Label durch die Musikgeschichte, die mit dieser Musik nie zurechtkam, weil sie zu zornig für den Modern Jazz, zu populistisch für die Avantgarde und zu politisch für die Eingemeindung in den Kanon blieb. Dabei war sie nur ein sehr direktes Aufbäumen eines Kampfgeists, der spätestens seit den Vierzigerjahren im Jazz steckte, auch wenn die Musiker ihn oft abstrahierten.

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