"Personal Jesus" von Nina Hagen Deutschlands echter Superstar

Auf ihrem neuen Album "Personal Jesus" flüchtet sich Nina Hagen mit Gospel und Blues aus der Verschleißmaschine Fernsehen. Eine Ehrenrettung in Bildern.

Auf ihrem neuen Album "Personal Jesus" flüchtet sich Nina Hagen mit Gospel und Blues aus der Verschleißmaschine Fernsehen. Eine Ehrenrettung in Bildern.

Man erinnert sich kaum noch daran, dass Nina Hagen vor über dreißig Jahren mal ein Album veröffentlicht hat, das auf deutsche Teenager eine ähnlich elektrisierende Wirkung hatte wie beispielsweise das weiße Album der Beatles auf ihre Eltern oder das Debüt von The Clash auf ihre englischen Zeitgenossen. Man will sich eigentlich auch gar nicht daran erinnern - weil Nina Hagen von der Verschleißmaschine Fernsehen längst zu einem Zerrbild reduziert wurde. Zu einer Krawallschachtel, die immer dann in eine Talkshow eingeladen wird, wenn man mal jemanden braucht, der so richtig "schrill" und "schräg" daherkommt, oder was Fernsehredakteuren sonst noch an Adjektiven einfällt, um jemanden zu beschreiben, der telegen auffälliges Sozialverhalten garantiert.

Nina Hagen am Rande einer Pressekonferenz in der Parochialkirche am 10. Juni 2010.

Text: Andrian Kreye /SZ vom 10.7.2010/sueddeutsche.de/luc

Bild: dpa 9. Juli 2010, 18:202010-07-09 18:20:41 © sueddeutsche.de/luc