Viktor Remizov: „Permafrost“Mit gefährlich funkelnder Aktualität

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Viktor Remizov hat für „Permafrost“ die einstigen Lager bereist, mit dem Motorboot, zu Fuß.
Viktor Remizov hat für „Permafrost“ die einstigen Lager bereist, mit dem Motorboot, zu Fuß. (Foto: Ilya Naymushin/IMAGO/SNA)

Der russische Schriftsteller Viktor Remizov hat ein mitreißendes Epos über eines der wahnwitzigsten Projekte des Stalinismus geschrieben. Sogar in Russland wurde „Permafrost“ zum Bestseller. Ein Anruf beim Autor.

Von Sonja Zekri

Schon das Thema sprengt alle Dimensionen. Der russische Schriftsteller Viktor Remizov erzählt in „Permafrost“ von einem der monströsesten Riesenprojekte der Sowjetunion, dem Bau der „Stalin-Bahn“.  1500 Kilometer Eisenbahnstrecke entlang des Polarkreises, erbaut von Zehntausenden Gulag-Häftlingen bei Temperaturen bis zu minus 50 Grad – das war selbst für die an absurden Grausamkeiten reiche Diktatur ein wahnwitziges Vorhaben. Zudem ein völlig sinnloses. Nach Stalins Tod 1953 wurde das Unternehmen stillschweigend begraben, gescheitert an Planungschaos, Pfusch und einer unerbittlichen Natur.

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