Percival Everett ist nicht nur ein unheimlich produktiver Autor, sondern auch einer, der Ironie und Experimente liebt – davon gibt es nicht mehr viele, seit sich die Postmoderne totgelaufen hat. Enormen Erfolg hatte der amerikanische Schriftsteller im vergangenen Jahr mit „James“, seiner Adaption von Mark Twains „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Everett erzählte die Geschichte aus der Sicht des geflohenen Sklaven Jim. Wer das Buch las, kam aus dem Staunen über so viel literarisches Genie, so viel erzählerische Lässigkeit, nicht mehr heraus.
LiteraturSo redet man aneinander vorbei
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Percival Everett hat mit „Dr. No“ eine ironische Etüde über das Nichts geschrieben. Kann der Roman seinem Meisterwerk „James“ das Wasser reichen?
Von Jörg Häntzschel
