Hin und wieder reicht schon eine gute Metapher, um eine vermeintliche undurchschaubare Entwicklung auf den Punkt zu bringen. Der Gründer der amerikanischen KI-Firma Anthropic, Dario Amodei, fand so ein Bild in seinem Essay „The Adolescence of Technology“, das er im Januar auf seiner Website veröffentlichte. Was, wenn künstliche Intelligenz gar kein digitales Gegenüber des Menschen ist? Das ist derzeit der allgemein akzeptierte Stand der technischen Gegenwart mit den Sprachmodellen, die von Konversationen und Filmen über Computercode bis hin zu chemischen Formeln und biologischen Experimenten schon sehr viel geistige Arbeit verrichten können. Was aber, wenn KI sich zu so etwas wie einer Supermacht entwickelt? „Angenommen, irgendwo auf der Welt würde um das Jahr 2027 herum ein buchstäbliches ‚Land der Genies‘ entstehen“, schreibt er da. „Stellen Sie sich beispielsweise 50 Millionen Menschen vor, die alle viel begabter sind als jeder Nobelpreisträger, Staatsmann oder Technologe.“ Das ist für ihn die Zukunft der KI.
Künstliche IntelligenzWenn Maschinen Kriege führen
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Beim Streit zwischen der KI-Firma Anthropic und dem Pentagon geht es um mehr als ein paar Regeln. Verteidigungsminister Hegseth will keine Einschränkungen für militärische Nutzung.
Von Andrian Kreye
