Die Weihnachtsbotschaft und der Segen des Papstes für die Stadt Rom und den Weltkreis begannen wie gewohnt pünktlich um 12 Uhr auf dem Petersplatz: Carabinieri spielten die Hymne des Vatikans, päpstliche Polizisten das „Fratelli d’Italia“ – ein Ritus, der daran erinnert, dass sogar Prinzipienkonflikte wie der zwischen dem Papsttum und dem säkularen Staat befriedet werden können. Leo XIV. sprach dann in schönen Worten das theologisch Übliche zur Menschwerdung Gottes, diesmal auch mit einem Zitat von Papst Leo dem Großen aus dem fünften Jahrhundert, womit auch ein Hinweis auf seine eigene Namenswahl gegeben wurde. Tradition, wie nur die Kirche das kann.
LyrikDer Papst beschwört den „Wildfrieden“
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Ein Frieden, der wie Wildblumen wächst, wenn man ihn nur lässt: In seiner Weihnachtsbotschaft zitiert der Papst den jüdischen Dichter Jehuda Amichai. Es dürfte sich um eine Premiere handeln.
Von Gustav Seibt
