OscarsGeht in Hollywood die Angst um?

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Der große Gewinner des Abends war ein hochpolitisches, provokantes Werk: Cast und Crew nehmen den Oscar für den besten Film für „One Battle After Another“ entgegen.
Der große Gewinner des Abends war ein hochpolitisches, provokantes Werk: Cast und Crew nehmen den Oscar für den besten Film für „One Battle After Another“ entgegen. RICHARD HARBAUGH/AFP

Politische Statements suchte man bei der Oscar-Verleihung vergebens. Dafür waren die Filme eindeutig positioniert. Doch auch das könnte bald vorbei sein.

Von Kathleen Hildebrand

Den wichtigsten, politisch relevantesten Satz des Abends sagte bei der diesjährigen Oscar-Verleihung keiner der großen Stars. Er kam nicht von dem Regisseur Paul Thomas Anderson, dessen „One Battle After Another“ sechs Preise gewann; nicht von der als beste Hauptdarstellerin ausgezeichneten Jessie Buckley, die für „Hamnet“ gewann, und nicht vom besten Hauptdarsteller Michael B. Jordan („Blood & Sinners“). Ein eher unbekannter Dokumentarfilm-Regisseur sagte ihn, David Borenstein: „Man verliert sein Land durch viele kleine Akte der Beihilfe.“ Durch „acts of complicity“, in denen Bürger schweigen, sich angepasst verhalten, obwohl bereits Schreckliches passiert.

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