Süddeutsche Zeitung

Oscars 2019:Henckel von Donnersmarck soll wieder den Oscar holen

Mit seinem neuen Film "Werk ohne Autor" wird der Regisseur nominiert, für Deutschland bei den Auslands-Oscars ins Rennen zu gehen. Die Jury lobt das "grandiose Schauspielensemble" und die "großen poetischen Momente".

Elf Jahre nach dem Oscar für "Das Leben der Anderen" hat Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck noch einmal Chancen auf den Preis.

Sein neuer Film "Werk ohne Autor" mit den Schauspielern Tom Schilling und Sebastian Koch soll den Oscar in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film nach Deutschland holen. Eine unabhängige Jury wählte ihn aus insgesamt elf Kandidaten aus, wie German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, in München mitteilte. "Der Film hat, unterstützt von einem grandiosen Schauspielerensemble, große poetische Momente und geht gleichzeitig einer essentiellen, auch heute noch aktuellen Frage nach: Das Finden einer eigenen Haltung", hieß es in der Jury-Begründung.

In "Werk ohne Autor" geht es um das Leben eines Malers (Tom Schilling) und eines Medizinprofessors (Sebastian Koch), vom Dritten Reich über die DDR bis in den Westen der Sechzigerjahre. Für die Geschichte hat Donnersmarck sich lose von der Biografie des Künstlers Gerhard Richter inspirieren lassen. Henckel von Donnersmarck hatte mit dem DDR-Drama "Das Leben der Anderen" im Jahr 2007 den Auslands-Oscar geholt. Es ist der bisher letzte Erfolg für Deutschland in dieser Kategorie. Als Oscar-Kandidat beworben hatten sich in diesem Jahr unter anderem noch das Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon" und Michael "Bully" Herbigs erster ernster Film "Ballon".

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