Oscars 2017:Das sind die Oscar-Kandidaten

In den Filmen der Academy Awards geht es um Hollywoodträume und wahre Geschichten, gebrochene Männer und mutige Frauen. Wem gönnen Sie den Preis? Stimmen Sie ab. Die Nominierten im Überblick.

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'La La Land'

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Eine Schauspielerin versucht ihr Glück in Hollywood, ein Jazzpianist ist zerrissen zwischen Zukunft und Tradition, drei afroamerikanische Mathematikerinnen müssen sich gegen Vorurteile und Rassismus behaupten und eine Sprachwissenschaftlerin kommuniziert mit Außerirdischen. Ein klarer thematischer Trend lässt sich unter den Oscar-Filmen in diesem Jahr nicht feststellen. Die Nominierten im Überblick:

La La Land

Mit 14 Nominierungen - so viele wie einst "Titanic" - gilt "La La Land" als absoluter Oscarfavorit. Emma Stone und Ryan Gosling tanzen und singen auf den Hügeln und in den Bars Hollywoods. Eine Hommage an die Traumfabrik und an Musicals. Und da die Oscar-Academy sowohl Hommagen an die Traumfabrik als auch singende und tanzende Schauspieler liebt, haben die beiden gute Chancen auf einen Academy Award. Regisseur Damien Chazelle war schon vor zwei Jahren mit seiner Jazz-Tour-de-Force "Whiplash" im Oscar-Rennen, in diesem Jahr könnte er eine Trophäe in der Kategorie Beste Regie gewinnen.

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Moonlight

Auf insgesamt acht Academy Awards kann "Moonlight" hoffen. In der Adaption des Theaterstücks "In Moonlight Black Boys Look Blue" geht es um einen jungen, afroamerikanischen und homosexuellen Mann, der um seinen Platz im Leben und der Gesellschaft kämpft. In drei Zeitebenen wird Chiron von drei unterschiedlichen Schauspielern verkörpert. Nominiert ist keiner von ihnen. Doch "Moonlight" bietet eine Alternative zum "La La Land"-Traumpaar Gosling/Stone: Naomie Harris, die Chirons drogensüchtige Mutter spielt, und Mahershala Ali als Chirons drogendealender Ersatzvater könnten als beste Nebendarstellerin und bester Nebendarsteller gewinnen. Und Filmemacher Barry Jenkins als bester Regisseur.

ARRIVAL

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Arrival

Auf einen eigenen Oscar hofft die Schauspielerin Amy Adams, die bereits fünf Mal nominiert war, in diesem Jahr vergeblich. Aber Denis Villeneuves Alien-Drama "Arrival" könnte dennoch acht Oscars gewinnen, zum Beispiel für den besten Film, die beste Kamera oder die beste Regie. Adams spielt darin die Sprachwissenschaftlerin Dr. Louise Banks, die mit den außerirdischen Besuchern zu kommunizieren lernt.

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Manchester by the Sea

Mit sechs Nominierungen hat auch "Manchester by the Sea" gute Oscar-Chancen. Casey Affleck spielt darin einen traumatisierten Hausmeister, der nach dem Tod seines Bruders in seinen Heimatort zurückkehrt, wo er sich anfangs noch unwillig um seinen nun vaterlosen Neffen kümmert. Eine exemplarische Existenz, in deren Seele nichts mehr sei, wie SZ-Kritiker Tobias Kniebe schreibt.

Affleck ist zum zweiten Mal für einen Oscar nominiert. Außer ihm können auch Michelle Williams, die eine trauernde Mutter spielt, und Filmneffe Lucas Hedges auf eine Auszeichnung hoffen. Außerdem nominiert: Regisseur Kenneth Lonergan.

Kinostart - 'Hacksaw Ridge'

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Hacksaw Ridge - Die Entscheidung

Mel Gibson ist zurück - mit "Hacksaw Ridge - Die Entscheidung" könnte er sogar sechs Academy Awards gewinnen. Das Kriegsdrama zeigt einen Soldaten, der den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert. Andrew Garfield könnte als bester Hauptdarsteller gewinnen und Mel Gibson seinen zweiten Regie-Oscar nach "Braveheart" (1996) holen.

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Lion

Ebenfalls für sechs Oscars nominiert: "Lion". Der Film basiert auf einem Artikel der Vanity Fair. Es geht um einen kleinen indischen Jungen, der bei einer australischen Familie (Nicole Kidman spielt die Mutter) aufwächst. Als junger Mann (Dev Patel) versucht er unter anderem mit Hilfe von Google Earth seine wahre Mutter zu finden. Nicole Kidman und Dev Patel sind jeweils in der Nebendarstellerkategorie nominiert. Kidmann könnte ihren zweiten Oscar nach "The Hours" gewinnen, für Patel wäre es der erste Academy Award.

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Fences

Denzel Washington spielt in "Fences" den Ex-Baseballspieler Troy, der inzwischen als Müllmann arbeitet, um seine Familie zu ernähren. Überschattet wird Troys Leben von den schmerzvollen Erfahrungen mit seinem Vater, die er scheinbar unüberlegt auf seinen eigenen Sohn projiziert. Washington, der selbst auch Regie führte, ist als bester Hauptdarsteller nominiert und könnte seinen insgesamt dritten Academy Award gewinnen. An seiner Seite: Oscarhoffnung Viola Davis, die zum dritten Mal für einen Oscar nominiert ist und als Favoritin in der Kategorie Beste Nebendarstellerin gilt.

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Hell or High Water

Als Texas Ranger Marcus jagt Jeff Bridges in "Hell or High Water" zwei Brüder, die mit Banküberfällen versuchen, ihr Heim gegenüber dem Staat zu verteidigen. Zusammen mit Gili Birmingham bildet Bridges ein Team von einmalig ruppiger Zärtlichkeit - und könnte seinen zweiten Oscar nach "Crazy Heart" gewinnen.

Der Film 'Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen' kommt in die Kinos

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Hidden Figures

Theodor Melfie erzählt in "Hidden Figures", wie drei Afroamerikanerinnen bei der Nasa dazu beitragen, die ersten Astronauten ins All zu schicken - und wie schwer sie es dabei haben. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, ist altmodisch, aber zugleich bestes Unterhaltungskino. Und er bringt Mathematik auf die Leinwand, ohne langweilig zu sein. Insgesamt ist "Hidden Figures" drei Mal nominiert. Abgesehen von den Kategorien Bester Film und Bestes adaptiertes Drehbuch könnte Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet werden.

Kinostart - 'Jackie'

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Beste Hauptdarstellerin

In dieser Kategorie treten außer Emma Stone vier Kandidatinnen an, deren Film nicht in der Königskategorie nominiert ist.

Natalie Portman ist "Jackie" Kennedy. Die Schauspielerin spielt die First Lady und Ehefrau des ermordeten US-Präsidenten nicht einfach nur. Sie kopiert sie: ihren Akzent, ihre Haltung, ihre Mimik, ihre Atmung. Biopics ziehen bei der Oscar-Jury immer. Aber eines, dessen Hauptdarstellerin immer nahe am Rande des Nervenzusammenbruchs entlang gleitet und trotzdem den eigenen Mythos penibel mitschreiben will, dürfte besonders große Chancen haben. Mit "Jackie" könnte Portman ihren zweiten Oscar nach "Black Swan" (2011) erhalten.

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Isabelle Huppert

Bei den Golden Globes gewann sie bereits als beste Hauptdarstellerin. Nun könnte Isabelle Huppert auch einen Oscar in dieser Kategorie gewinnen. In "Elle" spielt die Französin die Chefin einer Videospielfirma, die vergewaltigt wurde und nichts unversucht lässt, den Täter zu finden.

"Florence Foster Jenkins" von Stephen Frears

Quelle: 2016 Constantin Film Verleih GmbH

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Meryl Streep

Keine Oscars ohne Meryl Streep! Zum zwanzigsten Mal ist die 67-Jährige in diesem Jahr nominiert und hält damit den Rekord. Gewonnen hat sie drei Mal, zuletzt 2012 für "Die Eiserne Lady". Für ihre Rolle als herrlich talentfreie Amateursängerin Florence Foster Jenkins könnte sie ihren vierten Academy Award gewinnen.

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Ruth Negga

Ihre Rolle in "Loving" beschert Ruth Negga ihre erste Oscarnominierung - als dunkelhäutige Mildred verliebt sie sich im Virginia der fünfziger Jahre in den weißen Richard und zieht für diese Liebe sogar vor Gericht. Die äthiopisch-irische Schauspielerin ist die einzige Schwarze, die für die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin nominiert ist.

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Bester Hauptdarsteller

Neben Casey Affleck, Andrew Garfield, Ryan Gosling und Denzel Washington konkurriert auch Viggo Mortensen um den Preis des besten Hauptdarstellers. Mit dem Unterschied, dass Mortensens Film nicht ebenfalls in der wichtigsten Kategorie des Abends nominiert ist.

In "Captain Fantastic" spielt er den Vater einer Familie von Radikalindividualisten. Mortensen trommelt laut, klettert steile Felswände hoch, lehrt seine Kinder, in der Wildnis zu überleben, und mischt mit ihnen die Beerdigung ihrer Mutter auf. Nach "Eastern Promises" von 2008 ist Mortensen zum zweiten Mal für einen Oscar nominiert.

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Bester Nebendarsteller

Auch in dieser Kategorie wurden alle Darsteller schon unter den Kandidaten für den besten Film vorgestellt - außer Michael Shannon.

Er ist in diesem Jahr zum zweiten Mal als bester Nebendarsteller nominiert: für seine Rolle als krebskranker Polizist in Tom Fords "Nocturnal Animals". Aber Shannon könnte sich auch für Ruth Negga freuen, sollte sie gewinnen. In "Loving" spielt der 42-Jährige ebenfalls eine Nebenrolle.

'Toni Erdmann'

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Die deutsche Hoffnung

Und dann wäre da natürlich "Toni Erdmann". Maren Ades Tragikomödie um eine karriereversessene Tochter und ihren exzentrischen Vater begeistert das Publikum seit der Premiere in Cannes im vergangenen Jahr. Bei den Globes war der Film mit Sandra Hüller und Peter Simonischek noch leer ausgegangen. Nun hoffen alle auf einen Oscar. Zuletzt trat 2010 mit Michael Hanekes "Das weiße Band" ein deutscher Beitrag in der Kategorie Bester Auslandsfilm an.

© SZ.de/cag/doer/ghe
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