OperDieser Sound lässt einen nicht los

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Königinnen, hergerichtet als historische Artefakte: links Johanni van Oostrum als Elisabeth, rechts Vera-Lotte Boecker als Maria Stuart.
Königinnen, hergerichtet als historische Artefakte: links Johanni van Oostrum als Elisabeth, rechts Vera-Lotte Boecker als Maria Stuart. Monika Rittershaus

In München wird Brett Deans Oper „Of One Blood“ über die Fehde Maria Stuarts und Elizabeths uraufgeführt. Darin zu hören: das großartigste Crescendo der Operngeschichte – zu einer Enthauptung.

Von Egbert Tholl

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Am Anfang ist da ein Sirren, ein Brummen, das sofort ein Unwohlsein erzeugt, das Gemüt wird gleich mal aufgeraut. Dann hört man das Kratzen einer Schreibfeder auf Pergament, rau, schroff, elektronisch eingespielt. Man kann den projizierten Text mitlesen, er ist aus dem ersten Brief, den Maria Stuart an Königin Elisabeth schrieb. Darin beschwört sie eine Nähe der beiden, Schwester, Cousine, wir sind aus einem Land, vom selben Blut. „Of One Blood.“ So heißt auch die Oper von Brett Dean, deren Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper man gerade miterlebt.

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