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Oper:Feines Blech für saubersten Klang

Die Rheintöchter (Christina Landshamer, Rachael Wilson, Jennifer Johnston) waten durch Menschenfluten.

(Foto: Bayer. Staatsoper)

Die Wiederaufnahme von Andreas Kriegenburgs "Ring"-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper war einst umstritten, hat sich inzwischen aber durchgesetzt. Diesmal dominieren allerdings die Musiker.

Von Helmut Mauró

Mit einem aus dunklem Raunen der Fagotte, im Grunde des Rheins, ganz allmählich und leise sich erhebenden und schließlich fortissimo aufbäumenden Es-Dur-Akkord eröffnet Richard Wagner seine Tetralogie "Der Ring des Nibelungen", und man glaubt in diesem Moment schon die ganze Tragödie vorauszuhören. Kirill Petrenko lässt das Bayerische Staatsorchester bei der Wiederaufnahme der Inszenierung von Andreas Kriegenburg nicht allzu leise beginnen. Als fürchte er, einer der kostbaren Töne könnte verloren gehen. Als der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, vor einigen Jahren ankündigte, Wagners "Ring" 2012 von Andreas Kriegenburg inszenieren zu lassen, gab es ein Tuscheln und Naserümpfen, das sich noch in die Premierenkritiken hinein fortsetzte: Zu unkritisch hier, zu klischeehaft dort, und dann die vielen halbnackten Statisten, die in endlosen Körper-Wellen die Rheinfluten nachspielen müssen - gewagt, aber nicht gewagt genug.

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