Die Stadt ist so lange toll, bis sie nicht mehr toll ist. Der Kipppunkt kündigt sich an, neun Monate lang. Eine Zeit, in der man sich, schon zwangsnüchtern, noch mal an den jahrelangen Rausch erinnert, während mit dem Kind im Bauch die Angst reift, dass das alles bald vorbei sein wird. Wenn erst mal ein neuer, alter Anfang gemacht ist, draußen, in der Provinz, zurück auf dem Land, von dem man doch eben erst geflohen ist. Man würde wirklich gern zurückwollen, aber man will nicht, sondern muss nur. Weil dort möglich ist, was in der aufregenden Stadt unbezahlbar ist: das Leben, zu dritt statt zu zweit.
Irische LiteraturDie Gentrifizierung frisst ihre Kinder
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Die Briten feiern Oisín McKenna für sein Debüt „Hitzetage“: ein queeres Porträt der englischen Hauptstadt, deren Coolness langsam unerschwinglich wird. Ein Treffen im gerade noch so bezahlbaren Dumpling-Laden.
Von Martin Wittmann
