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Buchmesse:Von wegen Frieden

Panzer während einer Militärparade in Ostberlin anlässlich der Feier des 40-jährigen Bestehens der Deutschen Demokratischen Republik am 7. Oktober 1989.

(Foto: imago stock&people)

Der norwegische Historiker Odd Arne Westad hat ein beeindruckendes Werk über den Kalten Krieg geschrieben. Darin widerlegt er die These vom "langen Frieden" und beleuchtet einen eher unbekannten Treibsatz für die Konfrontation.

Das gibt es selten: Dass ein Autor, der schon zig Bücher zu einem Thema vorgelegt hat, sich mit dem Erreichten nicht zufriedengibt, sondern alte Einsichten so lange dreht und wendet, bis neue Sichtachsen gelegt sind. Odd Arne Westad, norwegischer Historiker mit einem Lehrstuhl in Harvard, ist für diese produktive Unruhe bekannt. Deshalb gelingen ihm immer wieder große Würfe, nun mit einer Weltgeschichte des Kalten Krieges. An den dort gesetzten Maßstäben werden sich alle messen lassen müssen, die künftig an einer Synthese dieser Epoche arbeiten. Konziser und erhellender kann man über den Kalten Krieg, seine Triebkräfte und weltweiten Verästelungen kaum schreiben.

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