Beim Countdown zum „Nurejew“-Start summt das Parkett der Deutschen Oper wie ein Bienenstock. Mit vereinten Betriebskräften stemmt das Haus an der Berliner Bismarckstraße die Endproben zum internationalen Ereignis der Ballettsaison. An diesem Samstag wird es Premiere feiern – live übertragen und anschließend fünf Jahre lang auf arte.tv zu besichtigen. Fünf Ballettmeister flitzen zwischen Regiepult und Bühne hin und her, korrigieren und kontrollieren die Diagonalen, Kreise und Rauten, die das Staatsballett Berlin auf den Tanzboden zirkelt. Derweil sitzen zwei Herren in der ersten Reihe und plaudern entspannt auf Russisch. Was alles andere als selbstverständlich ist. Denn der eine ist ein überaus eloquenter Kreml-Kritiker, während der andere zu allen politischen Fragen schweigt.
BallettTanzgott mit hochdosiertem Sex-Appeal
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Aus Moskau verbannt, in Berlin auferstanden: „Nurejew“ von Kirill Serebrennikov und Yuri Possokhov ist das Ballett-Ereignis der Saison.
Von Dorion Weickmann
