Die Freiheit der Kunst gilt, unbedingt und fast ohne jede Einschränkung, auch für die misslungenen, die bösen und die hässlichen Werke – aber andererseits macht von dieser Freiheit auch der Gebrauch, der beim Schreiben, beim Inszenieren, beim Produzieren eines hochambitionierten und ohne Zweifel gut gemeinten Films irgendwann ruft: Halt, stopp, aufhören, das geht so nicht! Dieser Film wird scheitern an seiner Überfrachtung, am guten Willen seiner Urheber, an seinen hohen Ambitionen.
FilmDie schwarze Seele des Reichsmarschalls
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Kann man einen Naziverbrecher verstehen? Und ist, wenn man in sein Inneres schaut, etwas gewonnen? Das Drama „Nürnberg“ konfrontiert Hermann Göring, gespielt von Russell Crowe, mit einem Psychiater.
Von Claudius Seidl
