NS-RaubkunstWarten auf Gerechtigkeit

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Die Washingtoner Prinzipien regeln seit 25 Jahren die Rückgabe von NS-Raubkunst. Nun wurden sie zugunsten der Opfer reformiert. Deutschland unterstützt die Novelle - oder doch nicht?

Von Jörg Häntzschel

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Die Nachfahren des jüdischen Bankiers Paul von Mendelssohn-Bartholdy fordern seit Jahren Picassos berühmtes Gemälde "Madame Soler" aus der Münchner Pinakothek der Moderne zurück. Doch der Freistaat Bayern weigert sich nicht nur, das Bild zu restituieren, er will den Fall auch nicht von der Beratenden Kommission untersuchen lassen, die bei strittigen Raubkunst-Fällen aus der NS-Zeit schlichtet. Da es sich nicht um Raubkunst handele, sei das nicht erforderlich.

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:Die offene Wunde

Deutschlands Unwille, sich zu umfassenden Rückgaben der von Nazis geraubten Kunst durchzuringen, nimmt immer skandalösere Züge an.

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