NS-Raubkunst:Eine Sammlung verschwindet

Lesezeit: 10 min

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(Foto: Privat, Galerie Kovacek & Zetter, Knorr & Hirth, Bearbeitung: SZ)

Der Raubkunst-Fall Richard Stein zeigt, wie sich fast acht Jahrzehnte nach Kriegsende Behörden, Kunsthandel und Privatsammler hinter Paragrafen verschanzen.

Von Catrin Lorch

Diese Geschichte beginnt an einem sonnigen Münchner Morgen. Sogar im lichtgeschützten Saal der Graphischen Sammlung scheint alles zu leuchten, vor allem die sanft hingetuschten Farben des Aquarells, das prominent auf einer Staffelei präsentiert wird. Felix Bloch ist aus den USA angereist, erst am Vortag ist er mit seiner Frau, den Töchtern und Enkelsohn Cooper gelandet. Aufmerksam stehen sie vor dem Bild, das ihnen die Münchner Pinakotheken in einer Zeremonie übergeben werden, dem Großvater wurde es in der NS-Zeit in Wien abgepresst. Und während alle noch auf den Staatsminister für Kunst und Wissenschaft des Freistaates warten, erklärt Michael Haering, der Sammlungsleiter, warum die von Rudolf von Alt gemalte Ansicht des Grand Hotels in Teplitz künftig an einem möglichst dunklen Platz hängen sollte.

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