NS-Raubkunst Berlin gibt Bilder zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat fünf Werke aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin an die Nachkommen des jüdischen Besitzers zurückgegeben. Die drei Bilder und zwei Skulpturen des Kunsthändlers Heinrich Ueberall waren im Zuge eines Ankaufs durch die Dresdner Bank 1935 in die Museen gelangt, wie die Stiftung mitteilte. Ueberall starb 1939 im Konzentrationslager Sachsenhausen. Bei den Bildern handelt es sich um Matteus Stoms "Sarah führt Abraham Hagar zu" (1642-1650), eine Kopie von Bartholomeus van der Helsts "Herrenbildnis" und Frans Ykens' "Stillleben" (beide 17. Jahrhundert). Aus der Alten Nationalgalerie wurden zwei Bronzen unbekannter Künstler restituiert, bei denen es sich jeweils um eine verkleinerte Nachbildung eines bekannten Werkes handelt: die "Venus nach dem Bade" (um 1845/1864) nach Christophe-Gabriel Allegrain und die "Venus" nach Antonio Canova (um 1845/64).