L'Aquila

Ihre eingestürzte Kuppel wurde vor zehn Jahren zum Symbol des schweren Erdbebens im italienischen L'Aquila. Die Kirche Santa Maria del Suffragio war Anfang des 18. Jahrhunderts schon auf den Erdbebentrümmern einer früheren Kapelle entstanden. Beim Wiederaufbau, der nur mit finanzieller Hilfe aus Frankreich gelang, bemühten sich die Verantwortlichen, die besondere klassizistische Kuppel und die neo-borromistische Fassade zu erhalten, aber den Bau auch erdbebensicherer zu machen. Grundsätzlich folgen die Italiener bei Rekonstruktionen, ob beim eingestürzten Campanile auf dem Markusplatz in Venedig oder beim ausgebrannten Opernhaus "La Fenice", dem Mantra: "Com'era, dov'era", "Wie es war, wo es war" und verfolgen damit eine sehr konservative Wiederaufbaumentalität.

Bild: dpa 18. April 2019, 11:202019-04-18 11:20:58 © SZ.de/biaz