100 Jahre Norman MailerNotfalls ein Psychopath

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"Mailer ist gern furchtbar", schrieb der Literaturkritiker Alfred Kazin ehrfürchtig, "er putzt damit alle Ängstlichkeit, den Untertanengeist und den falschen Respekt aus seinem Organismus."
"Mailer ist gern furchtbar", schrieb der Literaturkritiker Alfred Kazin ehrfürchtig, "er putzt damit alle Ängstlichkeit, den Untertanengeist und den falschen Respekt aus seinem Organismus." imago stock&people

Ein einziger Exzess, im Leben wie im Schreiben: Zum 100. Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers und Reporters Norman Mailer.

Von Willi Winkler

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Der Mann kommt auf ihn zu, schlägt ihm mit dem Hammer auf den Kopf und haut gleich noch mal zu. Das Opfer ist verstört, fasst sich an den Kopf, Blut, richtiges Blut. Es stürzt sich auf den Angreifer, kämpft minutenlang mit ihm, ringt ihn zu Boden, beißt ihm ein Stück vom Ohrläppchen ab. Der Film, 1968 gedreht, hat seinen Höhepunkt erreicht: Eine Frau erscheint, sie jammert entsetzt, Kinder schreien, die Männer kämpfen weiter. Das ist "Maidstone" von Norman Mailer (Regie, Drehbuch, Produktion, Hauptdarsteller und überhaupt alles: Mailer).

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