Thomas-Mann-Preis für Norbert Gstrein:Der Beobachter

Autor Norbert Gstrein

Norbert Gstrein steht mit seinem jüngsten Roman "Der zweite Jakob" auch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2021 .

(Foto: Georg Wendt/dpa)

Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein erhält den Thomas-Mann-Preis 2021.

Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein erhält den Thomas-Mann-Preis 2021. Das verkündeten die Bayerische Akademie der Schönen Künste in München und die Hansestadt Lübeck, die den mit 25 000 Euro dotierten Preis gemeinsam verleihen. Norbert Gstrein, geboren 1961, wurde 1988 mit seinem Debüt "Einer" (1988) bekannt, eine beklemmende Dorfgeschichte aus der Tiroler Bergwelt, aus der er stammt. Es folgten Romane, Essays und Erzählungen, etwa "Die englischen Jahre" (1999), eine Emigrations- und Verwechslungsgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, der Kriegsroman "Das Handwerk des Tötens (2003), und zuletzt der Roman "Der zweite Jakob" (2021), mit dem Gstrein auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht. In "Der zweite Jakob" widmet er sich noch einmal den ungelösten Fragen des Debüts und untersucht, ob man die Schuld, die man im Laufe seines Lebens auf sich lädt, durch Erzählen überwinden kann.

Die Jury begründet die Entscheidung für Norbert Gstrein damit, dass er einer der "virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart" sei, er liefere viele "scharfsinnige, schonungslose Beobachtungen unserer Gegenwart". Der Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Bisherige Preisträger waren unter anderem Juli Zeh, Rüdiger Safranski, Jenny Erpenbeck, 2020 erhielt Nora Bossong die Auszeichnung.

Zur SZ-Startseite
Screenshot: THOMAS MANN HOUSE
55 Voices for Democracy: Helmut Anheiser
Villa Aurora & Thomas Mann House

Helmut Anheier argues that it is possible to bring together social cohesion,

SZ PlusReihe "55 Voices for Democracy"
:Unser politisches Schicksal in unseren Händen

Sind Wirtschaftswachstum, Globalisierung und liberale Demokratie miteinander vereinbar? Ja, wenn wir Wirtschafts- und Sozialpolitik wieder stärker aneinander koppeln.

Lesen Sie mehr zum Thema