Nominierungen für Deutschen Filmpreis "Cloud Atlas" und "Oh Boy" sind Favoriten

Eine Mammutgeschichte quer durch Zeit und Raum und ein Tag im Leben eines jungen Berliners - das sind die Favoriten für den Filmpreis 2013. Wen die Deutsche Filmakademie neben "Cloud Atlas" und "Oh Boy" noch für Lolas nominiert hat.

Die Nominierungen.

In Berlin sind die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis bekanntgegeben worden. "Für den Deutschen Film ist 2013 ein gutes gestartetes Jahr mit einer breiten Vielfalt", so ein getwitterter Ausschnitt der Ansprache von Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Er machte zusammen mit Iris Berben, der Präsidentin der Deutschen Filmakademie, die Vorentscheidungen bekannt. Der künstlerische Leiter des Filmpreises 2013, Fred Kogel, versprach für die Gala Ende April eine große Show: "Es soll getanzt, gesungen und gelacht werden".

Klarer Favorit für den diesjährigen Filmpreis ist die teuerste deutsche Produktion aller Zeiten: "Cloud Atlas", eine Geschichte von Schicksalen verstreut durch Raum und Zeit. Mit neun Nominierungen geht die Romanverfilmung von Tom Tykwer und Lana und Andy Wachowski ins Rennen. Aber auch Jan Ole Gersters Berlin-Film "Oh Boy" steht mit acht Nominierungen gut da. Unter anderem könnte Tom Schilling für seine Hauptrolle ausgezeichnet werden.

Der Deutsche Filmpreis, auch als Lola bekannt, ist die mit knapp drei Millionen Euro höchst dotierte Auszeichnung der deutschen Filmlandschaft, ist allerdings nicht unumstritten. Am 26. April werden im Friedrichstadt-Palast in Berlin die Preisträger geehrt, gewählt von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie. Die hatte nun zunächst unter 111 eingereichten Bewerbungen eine Auswahl für die Nominierungen zu treffen. Laut Twitter-Meldung des Filmpreises wurde das neue digitale Wahlverfahren gut angenommen und hat die Auswertung erleichtert.

Die Nominierungen im Überblick:

  • Bester programmfüllender Spielfilm: "Cloud Atlas", "Hannah Arendt", "Lore", "Oh Boy", "Quellen des Lebens", "Die Wand"
  • Beste programmfüllende Dokumentarfilme: "More than Honey", "Vergiss mein nicht", "Die Wohnung"
  • Bester programmfüllender Kinderfilm: "Das Haus der Krokodile", "Kaddisch für einen Freund"
  • Beste darstellerische Leistung - weibliche Hauptrolle: Martina Gedeck ("Die Wand"), Birgit Minichmayr ("Gnade"), Barbara Sukowa ("Hannah Arendt")
  • Beste darstellerische Leistung - männliche Hauptrolle: Edin Hasanovic ("Schuld sind immer die Anderen"), Tom Schilling ("Oh Boy"), Sabin Tambrea ("Ludwig II.")
  • Beste darstellerische Leistung - weibliche Nebenrolle: Margarita Broich ("Quellen des Lebens"), Friederike Kempter ("Oh Boy"), Christine Schorn ("Das Leben ist nichts für Feiglinge")
  • Beste darstellerische Leistung - männliche Nebenrolle: Michael Gwisdek ("Oh Boy"), Robert Gwisdek ("Das Wochenende""), Ernst Stötzner ("Was bleibt")
  • Beste Regie: Jan Ole Gerster ("Oh Boy"), Margarethe von Trotta ("Hannah Arendt"), Lana Wachowski, Andy Wachowski und Tom Tykwer ("Cloud Atlas")
  • Bestes Drehbuch: Pam Katz und Margarethe von Trotta ("Hannah Arendt"), Jan Ole Gerster ("Oh Boy"), Anna Maria Praßler ("Schuld sind immer die Anderen")
  • Bestes Szenenbild: Susann Bieling ("Die Abenteuer des Huck Finn"), Uli Hanisch und Hugh Bateup ("Cloud Atlas"), Udo Kramer ("Die Vermessung der Welt")
  • Bestes Kostümbild:Kym Barrett und Pierre-Yves Gayraud ("Cloud Atlas"), Stefanie Bieker ("Lore"), Frauke Firl ("Hannah Arendt"), Thomas Oláh ("Die Vermessung der Welt")
  • Bestes Maskenbild: Jeannette Latzelsberger, Gregor Eckstein, Elke Lebender, Stephanie Däbritz und Julia Rinkl ("Quellen des Lebens"), Daniel Parker und Jeremy Woodhead ("Cloud Atlas"), Astrid Weber ("Hannah Arendt")
  • Beste Filmmusik: The Major Minors und Cherilyn MacNeil ("Oh Boy"), Max Richter ("Lore"), Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil ("Cloud Atlas")
  • Beste Tongestaltung: Christian Bischoff, Uve Haussig und Johannes Konecny ("Die Wand"), Benjamin Krbetschek und Holger Lehmann ("Du hast es versprochen"), Stefan Soltau, Björn Wiese und Dominik Rätz ("Gnade"), Markus Stemler, Ivan Sharrock, Frank Kruse, Matthias Lempert, Roland Winke und Lars Ginzel ("Cloud Atlas")
  • Bester Schnitt: Alexander Berner ("Cloud Atlas"), Anne Fabini ("More than Honey"), Anja Siemens ("Oh Boy")
  • Beste Kamera / Bildgestaltung: Adam Arkapaw ("Lore"), Jakub Bejnarowicz ("Gnade"), John Toll und Frank Griebe ("Cloud Atlas")

Deutscher Filmpreis 2012 in Bildern

Lola glänzt