Die Gespräche, die derzeit in Deutschland über die „Desasterbahn“ geführt werden, handeln oft von Weichen und Stellwerken, Schäden an Gleisanlagen, technischen Störungen am Zug, vorausfahrenden Zügen oder Personalwechseln. Alle diese Themen haben eine gemeinsame Quelle: die Infrastruktur der Deutschen Bahn. Wenn die Gespräche dann zu Böschungsbränden, Polizeieinsätzen an Bahnhöfen und verbalen und physischen Attacken übergehen, denen sich das Bahnpersonal häufig gegenübersieht, werden sie von ihrer zweiten großen Quelle gespeist, dem Umstand, dass die Bahn auch öffentlicher Raum ist. Diese zweite Quelle hat in jüngster Zeit an Bedeutung gewonnen.
SachbuchDie Bahn, der große Gleichmacher
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Der Ärger über Verspätungen, war schon in ihrer Erfindung angelegt: Die Hölle, zeigt der Historiker Niklas Weber in seinem aufschlussreichen Buch über die Eisenbahn des 19. Jahrhunderts, waren aber immer schon die Mitreisenden.
Von Lothar Müller
