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Junger Wissenschaftler:Klicks und Mobs

Niklas Rakowski Institut Weizenbaum, Berlin 2019

Niklas Rakowski auf dem Dach des Weizenbaum-Instituts in Berlin.

(Foto: Natalie Neomi Isser)

Der Jurist Niklas Rakowski will das Versammlungsrecht aufs Internet ausweiten - ein Porträt.

Die digitale Zukunft wird ausgerechnet im guten alten Westberlin ausgekundschaftet. Gleich am Bahnhof Zoo, in der Nähe von Technischer Universität und Universität der Künste, wo in den Nebenstraßen zwischen Steinplatz und Savignyplatz gehobene Altbau-Achtundsechziger dem jüngsten globalen Kapital zuprosten, da steht ein gesichtsloser Bürobau, und in diesem ist das "Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft" untergebracht. Es wurde 2017 gegründet, wird aus Bundesmitteln bezahlt und nennt sich auch "Das deutsche Internet-Institut". Wenn man Niklas Rakowski hier besuchen will, muss man sich unten an der Pforte unter hohen Sicherheitsanforderungen einchecken. Auf anderen Etagen desselben Gebäudes arbeiten nämlich, wie er schmunzelnd erklärt, die Löschtruppen jener Dienstleister, die für soziale Netzwerke wie Facebook Hass und Unflat beseitigen.

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