USA:Sie, eine zionistische Rassistin? Nicht im Ernst

Lesezeit: 2 min

Anne Pasternak, 59, führt das Brooklyn Museum mit einer Mischung aus kommerziellem Kalkül und politischem Aktivismus. (Foto: Sean Zanni/Getty Images/AFP)

Anne Pasternak will als Direktorin des Brooklyn Museum vor allem die Geschichten der Unterdrückten und Marginalisierten erzählen. Ausgerechnet sie wurde nun zum Ziel eines antisemitischen Angriffs.

Von Boris Herrmann

Anne Pasternak, die ihr ganzes Leben den Farben und Formen der Kunst widmet und nach eigenen Angaben keine weiteren Hobbys hat, mag eigentlich alle Arten von Pink. Für sie ist das eine fröhliche und stressfreie Farbe. Wenn jemand auf einer Party in pinken Socken erscheint, dann erwischt sie sich bei dem Gedanken: „Du bist ja so cool.“ So hat sie es vor einiger Zeit dem Magazin New York erzählt. Jene großflächig verteilten Formen von Pink-Blutrot, die Pasternak nun vor ihrer Wohnung in Brooklyn erblickte, waren allerdings alles andere als cool, und sie wurden auch nicht in fröhlicher Absicht dort hingeschmiert. Fünf Vermummte hatten, von Sicherheitskameras aufgezeichnet, über Nacht ein Banner vor die Haustür gespannt, auf dem zu lesen war: „Anne Pasternak. Brooklyn Museum. White supremacist zionist“. Pasternak, die Direktorin des Museums, ist Jüdin.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSchriftstellerin A. L. Kennedy über kaputte Politik in Europa
:Ihr wollt sein wie wir? Seriously?

Wenn Superreiche, Online-Nazis und rechte Quasi-Amphibien die Macht übernehmen: Eine Warnung aus Großbritannien – und eine Hoffnung.

Gastbeitrag von A. L. Kennedy

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: