Am Anfang hört man Worte von Paul Celan, „endlos die Schlittenspur des Verlornen“. Carol Schuler betritt vorsichtig die Bühne im Zürcher Neumarkt-Theater. Die ist eine kreisrunde Wasserfläche, die Verheißung einer schwarzen Tiefe, in die man sich hineinstürzen könnte, wenn einem alles zu viel geworden ist. Hinten, aufrecht, ebenfalls kreisrund, das barocke Gemälde einer Landschaft, Grau in Schwarz, Kirchhaus, Weiden, Wiesen, Hügel. Später wird das Bild dieser Landschaft aufgeklappt, rechts und links, im Inneren sind Spiegel, es entsteht ein dreiteiliger Flügelaltar aus diesen Spiegeln, Nebel fließt herein, laut hört man eine Meeresbrandung rollen, aber so weit sind wir jetzt noch nicht. Erst einmal steht Carola in diesem fantastischen Bühnenbild von Ersan Mondtag und erzählt.
TheaterHeimat ist tödlich
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Es wird eng im Ländli, wenn man eine Wand drum herum haben will: „Fremde Seelen“ am Zürcher Neumarkt-Theater.
Von Egbert Tholl
