BerlinEin bisschen bauen

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Die Mitte frei lassen, angrenzende Viertel nur bisschen weiterbauen: Der Vorschlag von Hans Kollhoff und Tobias Nöfer für das Tempelhofer Feld dürfte für Diskussionen sorgen.
Die Mitte frei lassen, angrenzende Viertel nur bisschen weiterbauen: Der Vorschlag von Hans Kollhoff und Tobias Nöfer für das Tempelhofer Feld dürfte für Diskussionen sorgen. Kollhoff Nöfer Astigmatic

Der Streit um die Nutzung des Tempelhofer Felds geht in eine neue Runde. Diesmal mit einem Vorschlag, den selbst die Anrainer gut finden müssten. Oder etwa nicht?

Von Peter Richter

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Das Tempelhofer Feld mal wieder: mit Wohnungen bebauen oder auf gar keinen Fall? Das ist in Berlin ein weltanschaulicher Grundsatzkonflikt. Davon hat die Hauptstadt zwar viele, und auf Leute von außerhalb wirken die oft wie bizarre Folklore – Ost oder West, Hertha oder Union, Kuh- oder Hafermilch auf dem Fünfeurokaffeechen. Nur der Streit darüber, ob der Himmel über dem einstigen Flughafengelände langfristig den Kinderdrachen gehören soll oder Wohngebäuden, ließ sich bisher nicht als unaufgelöste Spannung ins großstädtische Lebensgefühl integrieren. Er bricht regelmäßig aufs Neue aus und führt zu scharfen Tönen. Vielleicht weil er an Grundsatzfragen rührt, die die Leute gerade stark umtreiben: Wohnraum und Freiraum, und warum beides gerade so drastisch knapper wird.

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