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Neue Mohammed-Filme angekündigt:Gefährliche Bilder

Nach "Innocence of Muslims" sind neue Filme in Planung, die Mohammed zeigen sollen. Zwei weitere Filmemacher wollen einem US-Bericht zufolge das Leben des Propheten auf die Leinwand bringen - unabhängig voneinander und auf unterschiedliche Weise.

Bis vor kurzem war die Verkörperung Mohammeds durch einen Schauspieler im Film unvorstellbar. Die Gesetze des Korans untersagen dies nicht ausdrücklich, doch verletzt die Profanierung seine Autorität und damit die Gefühle von Milliarden Gläubigen.

Dieses Verbot der Götzenverehrung währte, bis der Trailer des Schmähfilms "Innocence of Muslims" auf dem Videoportal Youtube lanciert wurde. Jetzt planen trotz der andauernden Proteste gegen die Darstellung des Propheten erneut zwei Filmemacher die Biografie Mohammeds unabhängig von einander zu verfilmen.

Die beiden muslimischen Cineasten beabsichtigen sich so auf unterschiedliche Weise von ihren religiösen Wurzeln zu distanzieren: Während der aus Palästina stammende Mosab Hassan Yousef ein hochkarätig besetztes Historienepos im Stil von Mel Gibsons "Passion Christi" realisieren will, wolle der in Iran aufgewachsene Islamkritiker Ali Sina den Propheten mit einem Porträt als eitlen Religionsführer entlarven, wie die Zeitung Los Angeles Times mitteilt.

Islamkenner warnen vor der leibhaftigen Darstellung Mohammeds. "Das ist eine Grenzüberschreitung", so Akbar Ahmed, der ehemalige Botschafter Pakistans in Großbritannien und jetzige Professor für Islamwissenschaften an der American University. Er sagte der LA Times, dass eine solche Besetzung selbst dann zu gewalttätigen Ausschreitungen führe, wenn ein streng Gläubiger den Film drehe. Viele Religionsanhänger wären nicht bereit, Mohammed auf der Leinwand zu sehen.

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