Netzkolumne:Diese Weltsicht muss man sich leisten können

Netzkolumne: Ob die Mitarbeiter im Amazon-Lager die feuchten Zukunftsträume von Marc Andreessen teilen würden?

Ob die Mitarbeiter im Amazon-Lager die feuchten Zukunftsträume von Marc Andreessen teilen würden?

(Foto: Robert Michael/Imago)

Der Tech-Milliardär Marc Andreessen fordert in einem wirren Manifest mehr Fortschritts-Euphorie. Soll das ein schlechter Witz sein?

Von Michael Moorstedt

Wir würden angelogen, behauptet der Mann. Es solle uns schlecht gehen, wenn wir an die Zukunft denken, wütend und bitter wolle man uns machen, wenn wir an die Technik denken. Es ist Marc Andreessen, der da so vom Leder zieht. Vergangene Woche veröffentlichte der einflussreiche Silicon-Valley-Investor ein 5000-Wörter-Text-Monstrum, das er liebevoll sein "Tech-Optimismus-Manifest" nennt. Technischer Fortschritt und Wachstum ohne Ende seien "unser Geburtsrecht" heißt es da. Vom Feuer des Prometheus bis hin zur Besiedelung der Sterne, die, der Eindruck entsteht jedenfalls bei der Lektüre, unmittelbar bevorstehe.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusKI-Serie "Wahnsinn und Methode"
:Das schmutzige Geheimnis der KI-Fabriken

Künstliche Intelligenz klingt bei den Tech-Konzernen nach Magie. Tatsächlich würde sie nicht funktionieren ohne die Arbeit ausgebeuteter Datensortierer im globalen Süden.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: