MeinungStädtebau-Utopie170 Kilometer Koks

Kommentar von Gerhard Matzig

Lesezeit: 4 Min.

Megastadt oder Überwachungsparadies für neun Millionen Einwohner, gelegen am Roten Meer: "The Line".
Megastadt oder Überwachungsparadies für neun Millionen Einwohner, gelegen am Roten Meer: "The Line". AFP

In Saudi-Arabien soll eine futuristische Öko-Stadt gebaut werden. Schnurgerade, für neun Millionen Einwohner. Ein Traum?

Mahavir Bhakta ist in den einschlägigen Foren einer der Skeptiker dieser superlativistischen Städtebau-Utopie, die einerseits absurd und wahnsinnig genannt wird (so die übellaunigen Skeptiker), aber auch grandios und futuristisch (so die euphorisierten Fans). Als "The Line" erfährt die Utopie gerade ein rauschhaftes, möglicherweise aber auch nur bewusstseinserweiterndes Update. Zum Beispiel in den sozialen Medien und auf diversen Designplattformen, wo gerade Alarm herrscht. Bhakta meint, etwas maulend, aber auch in erfrischend ironischer Distanz: "Als SimCity-Experte sehe ich Probleme mit dem Brandschutz vorher." Ein Smiley gibt es auch dazu.

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Spätestens seit der Aufklärung hat der Schatten ein Imageproblem. Dabei ist eine dringend nötige Utopie in überhitzten Zeiten: die Entdeckung der Dunkelheit.

SZ PlusText: Gerhard Matzig , Illustration: Stefan Dimitrov

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