Yuval Abraham schien unsichtbare Kämpfe auszufechten. Der israelische Filmemacher bewegte den Kopf über seinem dünnen Hals hin und her, öffnete den Mund und schloss ihn wieder, formte Worte, stumm, nur für sich. Er wirkte nicht nervös, so wie man eben nervös sein kann, wenn man womöglich gleich auf die Bühne gerufen wird, um einen der wichtigsten Filmpreise der Welt entgegenzunehmen. Er wirkte, als habe er Angst.
Film„Zusammenarbeit mit dem Feind“
Lesezeit: 3 Min.

Yuval Abraham und Rachel Szor bei der Preisverleihung in Venedig.
Stefani Rellandini/AFPIm Dokumentarfilm „Naza“ berichten israelische Soldaten über Kriegsverbrechen in Gaza. Droht den Filmemachern in Israel nun die Aberkennung der Staatsbürgerschaft? Oder sogar Schlimmeres?
