In ihrem dritten Roman „Und Federn überall“ erzählt die iranisch-deutsch-österreichische Autorin Nava Ebrahimi von den Schicksalen eines guten Dutzends Menschen, von denen die meisten einen sogenannten Migrationshintergrund haben, aber alle im übertragenen wie im Wortsinn ‚displaced persons‘ sind. Ihre Selbsteinschätzung steht im Kontrast zu dem Bild, das sie abgeben, sie richten sich an Illusionen auf, gleichen ihre Erzählungen von sich selbst permanent mit anderen ab, sie sind nicht eins mit sich, dem Ort, der Zeit, der Gegenwart und der Vergangenheit.
LiteraturWenn das Schlachten vorbei ist
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Nava Ebrahimis neuer Roman „Und Federn überall“ spielt in einer gigantischen Geflügelfabrik und umkreist die Frage: Wie kann man menschlich bleiben in einer extremen Welt?
Von Hubert Winkels
