LiteraturWenn das Schlachten vorbei ist

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Nava Ebrahimi wurde in Teheran geboren und lebt in Graz. 2021 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann Preis, für die Meinungsseite der SZ schreibt sie eine monatlich erscheinende Kolumne.
Nava Ebrahimi wurde in Teheran geboren und lebt in Graz. 2021 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann Preis, für die Meinungsseite der SZ schreibt sie eine monatlich erscheinende Kolumne. Clara Wildberger

Nava Ebrahimis neuer Roman „Und Federn überall“ spielt in einer gigantischen Geflügelfabrik und umkreist die Frage: Wie kann man menschlich bleiben in einer extremen Welt?

Von Hubert Winkels

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In ihrem dritten Roman „Und Federn überall“ erzählt die iranisch-deutsch-österreichische Autorin Nava Ebrahimi von den Schicksalen eines guten Dutzends Menschen, von denen die meisten einen sogenannten Migrationshintergrund haben, aber alle im übertragenen wie im Wortsinn ‚displaced persons‘ sind. Ihre Selbsteinschätzung steht im Kontrast zu dem Bild, das sie abgeben, sie richten sich an Illusionen auf, gleichen ihre Erzählungen von sich selbst permanent mit anderen ab, sie sind nicht eins mit sich, dem Ort, der Zeit, der Gegenwart und der Vergangenheit.

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