Deutsche Geschichte:Lebenslügen einer Kolonialmacht

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Deutschland war im 19. Jahrhundert die viertgrößte Kolonialmacht und beging auch in Namibia schwere Verbrechen, zum Beispiel bei der Unterwerfung von Aufständischen. (Foto: Scherl/SZ Photo)

Geraubte Kunstwerke gibt Deutschland nun zurück. Doch bei Entschädigungen für Mord drückt man sich.

Von Ronen Steinke

Erster Glaubenssatz: Deutschland war immer der niedliche Zwerg unter den Kolonialmächten, kein Vergleich zu Frankreich, Belgien oder Großbritannien. Zweiter Glaubenssatz: Deutschland hat die Afrikaner, die in seinen "Protektoraten" lebten, nicht als Sklaven zugrunde gerichtet, sondern höchstens als Untertanen geknechtet. Dritter Glaubenssatz: Deutschland hat - Erinnerungsweltmeister, der es ist - die Opfer seines Kolonialismus jetzt immerhin so großherzig entschädigt wie kein Staat je zuvor.

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