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David Grossman zum Nahostkonflikt:Die Stunde der Extreme

Eine Familie im israelischen Petah Tikva inspiziert die Ruine ihres Hauses nach Raketenbeschuss aus Gaza.

(Foto: Oded Balilty/AP)

Der israelische Schriftsteller über den drohenden Krieg, die politische Radikalisierung und die Eskalation der Gewalt zwischen jüdischen und arabischen Israelis.

Interview von Lothar Müller

David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, ist Romancier, Essayist, Autor von Reportagen, Theaterstücken und Jugendbüchern. Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist ein Zentralmotiv in seinem Werk, etwa in dem international erfolgreichen Roman "Eine Frau flieht vor einer Nachricht". Er gehört zu den Unterzeichnern der Genfer Friedensinitiative von 2003. Im August 2006 starb sein Sohn Uri als Feldwebel der israelischen Armee im Libanonkrieg, dessen Beendigung Grossman kurz zuvor gefordert hatte. Er erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und vor wenigen Wochen den neu gegründeten "Berman Literature Prize". Auf Deutsch erschienen zuletzt die Romane "Kommt ein Pferd in die Bar" (2016) und "Was Nina wusste" (2020).

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