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Krise im Nahen Osten:Adieu Amerika, Bonjour Chaos

Iraqis wave behind U.S. flag on dashboard of MRAP vehicle as part of the last U.S. military convoy to leave Iraq

Iraker winken dem letzten Konvoi der US-Streitkräfte zum Abschied - jahrelang signalisierte Washington seinen Rückzug aus der Region.

(Foto: LUCAS JACKSON/REUTERS)

Jahrelang haben die USA signalisiert, sich aus dem Nahen Osten zurückzuziehen. Das hat Kräfte freigesetzt, die niemand mehr kontrollieren kann, befürchtet unser Autor - weder die USA noch regionale Mächte oder gar Europa.

Gastbeitrag von Bernard Haykel

Die Vereinigten Staaten sind erschöpft von den sogenannten "endlosen Kriegen" im Nahen Osten, die sie seit den Anschlägen des 11. September geführt haben und für die sie das Äquivalent von 15 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts oder mehr als drei Billionen Dollar ausgegeben haben. Wegen dieser Kosten hat Washington mit Beginn der Regierung Obamas 2009 versucht, sich aus der Region zurückzuziehen. Aber auch, weil das Engagement von China ablenkte, der wichtigsten strategischen Herausforderung für die Macht der USA. Diese Rückzugsbemühungen, die sich unter Trump fortsetzten, haben den Nahen Osten in politische Unruhen versetzt und zu einem ernsthaften Konflikt zwischen wichtigen Staaten sowie, seit 2015, zur direkten Intervention fremder Mächte wie Russland geführt.

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