Nachruf Pädagogik ohne Zeigefinger

Willi Fährmann, geboren 1929, gestorben 2017, wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis.

(Foto: dpa)

Der Kinder- und Jugendbuchautor Willi Fährmann erzählte vom Krieg, von Flüchtlingen und vom deutschen Antisemitismus. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.

Von Lothar Müller

In der Duisburger Kindheit des Schriftstellers Willi Fährmann gab es den Lehrer Sturm, der hemmungslos auf seine Schüler einprügelte. Es gab die Großeltern väterlicherseits in Liebenberg, Ostpreußen, in deren Haus der Enkel ein paar Brocken Polnisch lernte, über die Großeltern mütterlicherseits kam das niederrheinische Platt in die Familie, und nur wenn der Kaplan zu Besuch kam, sprach diese Oma Hochdeutsch.

Über die Kindheit Fährmanns kann man manches in seinem Erinnerungsbuch "Das Glück ist nicht vorbeigegangen" (2009) erfahren. Detailreicher tritt sie ...