Kunst und Küche – der Zusammenhang ist eigentlich so alt wie beide Sachen selbst, wenn man einmal unterstellt, dass die Tier-Darstellungen der Höhlenmaler immer auch potenzielle Mahlzeiten beschworen haben. Auch bei großen Renaissance-Genies ging die Kunst ganz selbstverständlich durch den Magen, wurde der kreative Output theoretisierend mit der Nahrungsaufnahme kurzgeschlossen. Heute ist es sogar so, dass eine Ausstellung erst dann wirklich als eröffnet gelten kann, wenn das obligatorische Abendessen stattgefunden hat – neben Miete und Messegebühren einer der größten Kostenposten, die eine Galerie heute hat. Ist aber eben unverzichtbar: Wer viel Geld für Tafelmalerei ausgibt, will auch mit den Malern tafeln. Und mit Museumsleuten reden. Es sind tatsächlich informelle Foren intellektuellen Austauschs, und an guten Abenden können auch kleine platonische Symposien daraus werden.
Nachruf auf Daniel Spoerri:Nicht abräumen, bitte
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Daniel Spoerri hat die schönsten Augenblicke in Kunst und Leben, das gesellige Essen und Trinken, mit Leim festhalten wollen. Jetzt ist er im Alter von 94 Jahren gestorben. Ein Nachruf auf den Erfinder der „Eat Art“.
Von Peter Richter

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