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Nachruf auf Arno Rink:Die Kunst ist eine Kopfgeburt

Maler Arno Rink gestorben

Der Leipziger Maler und Professor Arno Rink (1940 - 2017) sitzt im Jahr 2005 in seinem Atelier vor seinem Bild "Die große Versuchung".

(Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa)

Arno Rink, der große Maler und Lehrer der Leipziger Schule, ist gestorben. Er rettete Techniken der alten Welt in die Moderne und bildete Schüler aus, die vor allem eins lernten: ihren eigenen Weg zu gehen.

Von Till Briegleb

Arno Rink war talentiert für starke Sprüche: "Solange ich lebe", sagte der Leipziger Künstler und emeritierte Hochschulprofessor im Jahr 2010, "ist die Malerei nicht tot!" Was sich zunächst wie der Übermut eines Pseudo-Picassos anhört, ist tatsächlich die Wahrheit über eine Umbruchsgeschichte in der deutschen Kunst, für die Rink die Schlüsselfigur gewesen ist. Denn als nach der Wende die figürliche DDR-Malerei für viele westliche Fachleute mit dem Makel der System-Propaganda oder der Rückständigkeit behaftet war, schuf Rink an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst eine lebendige Insel des Handwerklichen.

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