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In Moskau geschehen sehr seltsame Dinge in den Museen und der Schriftsteller Takis Würger plant wohl, in die Vereinigten Staaten auszuwandern.

Aktionen in Moskauer Museen

In Moskau hat es binnen weniger Tage erneut einen Zwischenfall in einem Museum gegeben. Fünf Unbekannte brachten ein Bild ins Staatliche Historische Museum direkt am Kreml und hängten es dort unbemerkt auf, meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Dabei handelte sich um ein Porträt von Alexandra Fjodorowna, der Ehefrau des letzten Zaren Nikolaus II. Einige aus der Gruppe lenkten am Samstag den Hausmeister ab, andere hängten das Bild auf, so Interfax. "Sie sind offenbar nicht zum ersten Mal ins Museum gekommen. Diese Aktion sollte wohl unser Museum und andere Museen in Russland diffamieren", sagte eine Sprecherin. Um wen es sich bei der Gruppe handelt, ist unklar. Erst am Mittwoch hatte sich in der Moskauer Tretjakow-Galerie ein Mann in einer Ausstellung ausgezogen und im Tanga die Bilder angeschaut. Danach entkam er unerkannt. Im Januar war dort das Bild des russischen Landschaftsmalers Archip Kuindschi aus dem 19. Jahrhundert vor den Augen von Besuchern gestohlen worden.

Würger in New York

Takis Würger, Autor des umstrittenen Romans "Stella", sucht eine Wohnung in New York. Das bestätigte der Hanser-Verlag auf Anfrage. Zu Würgers Debütroman "Der Club" sei demnächst eine Lesereise in den USA geplant. Deshalb ziehe Würger vorübergehend nach New York. Im Internet machte am Sonntag das Foto einer englischsprachigen Zeitungsanzeige die Runde, wonach ein deutscher Schriftsteller ein Zimmer in New York suche. "Mein Roman verursachte einen Skandal in Deutschland", heißt es darin, und: "NYC ist mein Exil." Ob diese Anzeige ein Scherz war oder tatsächlich von Würger aufgegeben wurde, blieb zunächst unklar. Der 33-jährige Autor verarbeitet in seinem Roman "Stella" die Geschichte der Jüdin Stella Goldschlag, die während des Zweiten Weltkriegs in Berlin mit den Nazis kollaborierte und untergetauchte Juden enttarnte. In Kritiken wurde dem Autor Kitsch und ein zu leichtfertiger Umgang mit dem Thema vorgeworfen.