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Nachlass:Iffland-Werk wird in Berlin erschlossen

In den nächsten fünf Jahren soll das dramaturgische und administrative Werk von August Wilhelm Iffland ediert werden.

An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wird seit Anfang des Jahres 2016 das dramaturgische und administrative Archiv von August Wilhelm Iffland (1759-1814) erschlossen und ediert. Das Archiv umfasst 34 Foliobände mit ca. 7 500 beschriebenen Blättern. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Dramatiker und Schauspieler August Wilhelm Iffland war von 1796 bis 1814 Direktor des Königlichen Nationaltheaters zu Berlin. Unter seiner Leitung wurde es zum bedeutendsten Theater im protestantischen Deutschland. Während seiner Direktion legte er ein Archiv an, das seine Korrespondenz mit Autoren, Komponisten, Schauspielern, Sängern, Theaterdirektoren, Handwerkern und Beamten sowie Arbeitspapiere unterschiedlicher Art umfasst. Dieses Archiv dokumentiert seine dramaturgischen und administrativen Tätigkeiten.

Jedes der rund 7 500 Schriftstücke soll in einer im Internet frei zugänglichen Datenbank verzeichnet und inhaltlich erschlossen werden. Die Metadaten werden mit dem Bild-Digitalisat der dazugehörigen Handschrift verknüpft. Neben der elektronischen Erschließung der Brief- und Dokumentensammlung wird eine gedruckte Auswahl-Edition erarbeitet.

Das Erschließungs- und Editionsvorhaben führt die Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Landesarchiv Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durch. Gefördert wird das Projekt von der Lotto Stiftung Berlin, der Stiftung Preußische Seehandlung, der Gerda Henkel Stiftung, der Volkswagen-Stiftung und der Fritz Thyssen Stiftung.

© SZ vom 09.02.2016 / SZ

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