Rapper Drake:Hip-Pop

Lesezeit: 4 min

Drake ; Future Music Festival 2015

Höchstgehandelt und höchstgehänselt: der kanadische Rapper Drake bei einem Auftritt im Februar in Sydney.

(Foto: Mark Metcalfe/Getty Images)

Der Rap-Superstar Drake wird gerne als Weichei und Verräter geschmäht, weil er ein kanadisches Bürgerkind ist. Warum das tatsächlich ein Problem - und trotzdem nicht die ganze Wahrheit ist.

Von Alard von Kittlitz

Drake ist einer der höchstgehandelten Rapper des Planeten, zugleich dürfte er der höchstgehänselte sein. Gemein zu Drake sein ist ein Sport, den die Kollegen lieben (Ludacris nannte ihn "Bitch", Chris Brown "Pussy", Tyga "Fake"), jeder andere darf aber auch mal. Es gibt sogar ein eigenes Internet-Mem, es heißt "Drake the type of nigga". Drake ist da also so einer, der . . . im Damensitz reitet; oder einem beim Fahren durch den Rückspiegel in die Augen schaut; oder sich beim Telefonieren die Telefonschnur um die Finger wickelt. So einer. Kurzum: Er ist manchen zu emotional, zu effeminiert, zu weich. Man will deshalb jetzt zeitgemäß sein und sagen: Aber das ist doch alles gar nicht so schlimm, das sind ja homophobe und atavistische Vorwürfe, lasst ihn doch in Ruhe! Aber das wäre auch ein Missverständnis. Die Vorwürfe sind nämlich nur bedingt Beleidigungen, es sind ebenso Geschmacksurteile. Unter bestimmten Voraussetzungen sogar legitime.

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